| Wildschönau | 21.08.2010 | chk | Nach dem ersten großen Heimspiel der noch jungen Spielsaison 2010/11, im Rahmen dessen unsere Burschen ja in einem wahren Krimi einen Punkt gegen Bezirksliga-Absteiger Kössen erkämpft hatten, stand in der 4. Runde bereits die dritte Herausforderung in der Fremde auf dem Programm. Diesmal gings ins bisher eigentlich eher aus SCE-Sicht eher "ungeliebte Hochtal" Wildschönau, wo man im Fritz-Mayr-Stadion antreten musste.
Ohne den immer noch verletzten Lukas Riedmann und diese Runde aufgrund einer Zerrung ebenfalls pausierenden Stefan Mayr lief unsere Mannschaft am vorletzten August-Samstag um 18 Uhr vor den Augen zahlreicher mitgereister Ellmauer Fans aufs Spielfeld. Bereits von Beginn an lief die Partie auf Hochdruck, die Hausherren erzeugten sofort starken Druck und kamen auch gleich zu einigen Chancen, in der 5. Minute konnte unsere von Christoph Erler als Libero angeführte Verteidigung in allerletzter Sekunde retten. In der 36. Minute half aber dann leider nichts mehr, als sich Wildschönaus Kapitän Matthias Silberberger durchsetzen konnte und ohne Chance für unseren Keeper Franzi Mayr aus kurzer Distanz einnetzte.
Nun wolle es unsere Mannschaft aber richtig wissen und hielt in weiterer Folge stark dagegen. Immer wieder war man insbesondere durch Standardsituationen gefährlich, zwei dreimal fehlte nur ganz wenig zum Torerfolg. Nachdem kurz vor dem Pausenpfiff die Hausherren noch einen Freistoß aus kurzer Distanz deutlich über das Tor setzten, ging es mit dem 1:0 in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte brachte Trainer Hans Wildauer Marko Busic für Marco Fuchs und später noch Maggo Mairhofer für Mustafa Odabas - jedoch waren erst zwei Minuten gespielt, als unsere Mannschaft einen Rückschlag erhielt: diesmal war es Michael Silberberger, der eine kleine Unachtsamkeit der SCE-Hintermannschaft ausnützte und eiskalt zum 2:0 verwertete, aber es kam noch schlimmer: In der 47. Minute lief erneut ein Wildschönauer auf unser Tor zu, jedoch wehrte einmal mehr unser Spitzen-Keeper Franzi Mayr bravorös ab, doch irgendwie erwischten die Hausherren noch den Ball, spielten quer in den Fünfer und Michael Silberberger, der Bruder des ersten Torschützen, traf zum 3:0. Wahrscheinlich dachten 99% der im F-M-Stadion Anwesenden, dass die Sache nun gelaufen war. Denkste! Denn unsere Burschen bewiesen einmal mehr eine sensationelle Moral und steckten auch nach diesem klaren Zwischenstand nicht auf. Wir schrieben schon die Minute 70: Ein von unserem Kapitän Klaus Brandstätter schön herausgespieltes und von dem heute wieder unermüdlichen Hannes Widauer herrlich mit einem flachen Schuss genau in die linke Ecke verwerteten Treffer brachte unsere Elf wieder zurück ins Spiel. Nach zwei weiteren guten Chancen gab Schiedsrichter Volkmar Staudegger in der 78. Minute nach einem klaren Foul Elfmeter für unser Team. Zuerst wehrte der Wildschönauer Keeper den von unserem Kapitän Klaus Brandstätter geschossenen Elfer noch ab, doch gegen den Nachschuss von Marko Busic hatte er keine Chance, nur mehr 2:3. Nun warf unsere Mannschaft nochmal alles nach vorne und wurde in der 88. Minute belohnt, als Marko Busic nach einem von unserem Kapitän erkämpften Ball auf der rechten Seite wunderbar durchzog und zum 3:3 einnetzte. Dann kam die Nachspielzeit, die es wie das gesamte Finish nochmal in sich hatte:
Nach einem Eckball schönen Freistoß von Michal Desat köpfelte unser Kapitän und Goalgetter Klaus Brandstätter herrlich ein, doch nach kurzem Zögern entschied der Unparteiische plötzlich auf Abseits, weil ihm dies der von Wildschönau nominierte Linienrichter aus heiterem HImmel anzeigte, einfach unglaublich, das kann nie Abseits gewesen sein, jedoch alle Reklamationen halfen nichts, das Tor wurde nicht gegeben. So endete diese unglaubliche Partie 3:3, in jedem Fall war es trotz des nicht gegebenen Tores für unsere Mannschaft in Anbetracht des Rückstandes ein gewonnener Punkt, der für das Selbstvertrauen mit Sicherheit wichtig ist.
Spielertrainer Hans Wildauer zum Spiel:" Wir sind unnötig mit 0:3 in Rückstand geraten, das darf uns so einfach nicht mehr passieren, jedoch hat die Mannschaft Moral bewiesen und diesen deutlichen Rückstand fast noch in einen Sieg verwandelt, denn das Kopftor in der Nachspielzeit war für mich zweifelsohne regulär - wir müssen einfach mit viel Arbeit noch die nötige Konstanz erhalten, man darf schließlich auch nicht vergessen, dass dzt. doch einige nicht unwesentliche Spieler nicht zur Verfügung stehen und hoffentlich bald wieder mit dabei sind"